Uhren

Die Armbanduhr pflegen: Service, Batterie und Wasserdichtigkeit

· von Nicole Fankhauser

Eine gute Uhr kann Generationen überdauern, wenn man ihr ein wenig Aufmerksamkeit schenkt. Das gilt für die Automatikuhr vom Grossvater genauso wie für eine schlichte Quarzuhr, die man täglich trägt. Die wichtigsten Pflegeregeln sind einfach.

Mechanische Uhren: regelmässig in den Service

Ein mechanisches Uhrwerk besteht aus über hundert Teilen, die sich ständig bewegen. Die Öle darin altern und verharzen mit den Jahren. Deshalb empfehlen die meisten Hersteller alle fünf bis acht Jahre eine Revision. Dabei wird das Werk zerlegt, gereinigt, geölt und neu reguliert. Anzeichen, dass ein Service fällig ist: Die Uhr geht deutlich vor oder nach, die Gangreserve wird kürzer, oder das Aufziehen fühlt sich rau an.

Bei Automatikuhren hilft es, sie regelmässig zu tragen oder auf einen Uhrenbeweger zu legen. Eine Uhr, die jahrelang in der Schublade liegt, profitiert vor dem ersten Tragen von einem Service.

Quarzuhren: Batterie rechtzeitig wechseln

Eine Batterie hält meist zwei bis fünf Jahre. Lassen Sie eine leere Batterie nicht im Gehäuse, sie kann auslaufen und das Werk beschädigen. Beim Wechsel sollte auch die Dichtung geprüft werden. Viele Uhrmacher bieten das als kleinen Service an, der sich lohnt.

Was Wasserdichtigkeit bedeutet

Die Angabe in Bar oder Metern ist kein Tauchversprechen, sondern ein Prüfdruck im Labor.

  • 3 bar / 30 m: spritzwassergeschützt, Hände waschen ist in Ordnung, Duschen nicht.
  • 5 bar / 50 m: kurzes Schwimmen möglich, aber kein Springen ins Wasser.
  • 10 bar / 100 m: Schwimmen und Schnorcheln.
  • 20 bar und mehr: Taucheruhren, die nach Norm geprüft sind.

Dichtungen altern. Lassen Sie die Wasserdichtigkeit am besten jedes Jahr vor den Sommerferien prüfen, vor allem, wenn Sie mit der Uhr schwimmen.

Kleine Regeln für den Alltag

  • Krone nie unter Wasser bedienen und Schraubkronen immer zuschrauben.
  • Keine Uhr in die Sauna oder in heisses Wasser: Temperaturschocks schaden den Dichtungen.
  • Magnetfelder meiden. Handys, Lautsprecher und Taschenverschlüsse können mechanische Uhren aus dem Takt bringen.
  • Lederbänder mögen kein Wasser und keinen Schweiss. Für den Sommer lohnt sich ein Wechselband aus Stoff oder Metall.

Die Schweizer Uhrentradition

Die Uhrmacherei gehört zur Schweiz wie kaum ein anderes Handwerk. Wer mehr über die Branche, Normen und Herkunftsbezeichnungen wie «Swiss made» erfahren möchte, findet Informationen beim Verband der Schweizerischen Uhrenindustrie FH. Und für alles Praktische gilt: Ein guter Uhrmacher in der Nähe ist Gold wert.